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Gut fürs Geschäft.Mutige Vorgesetzte führen empathisch.

Vorgesetzte können viel gewinnen, wenn sie ihren Führungsstil ändern.  Nur wenige wagen diesen Schritt. Doch er lohnt sich.

Und es gibt sie doch. Die Chefinnen und Chefs, die erkannt haben, dass Druck und extrinsische Motivationsfaktoren nur begrenzt zum Erfolg führen. Der Mensch und somit auch die Mitarbeitenden sind einem ständigen Wandel bzw. einer ständigen Veränderung ausgesetzt, welche zur Folge haben, dass sich auch Organisationen und Führungskräfte verändern müssen. Veränderung ist für manche Chefs unangenehm und mit einem gewissen Risiko verbunden. Die,

die es sich aber trauen, einfühlsam und situativ auf ihre Mitarbeiter einzuwirken, sprechen voller Stolz von ihren Erfolgen und dem Output. Empathie hat dabei nichts mit Gefühlsduselei, Gefühlsausbrüchen oder dem gläsernen Menschen zu tun. Alle, die glauben, dass Empathie «weiblich» sei, sollten nun genau weiterlesen. Die Grundlage der Empathie ist die Selbstwahrnehmung. Je offener man mit seinen Emotionen und seinen eigenem Verhalten umgeht, desto besser kann man die Gefühle anderer wahrnehmen und deuten (Goldmann 2004, S. 127). Man ist sich seiner eigenen Verfassung, Stimmung und Gefühle bewusst und trägt diese nicht als unbewusst dominanten Rucksack mit in die Kommunikation.

Empathie hat nichts mit
Gefühlsduselei zu tun.

Empathie hat damit zu tun, sich mit all seinen Sinnen auf das Gegenüber zu Konzentrieren und dem Gesprächspartner die volle Aufmerksamkeit zu schenken (übrigens ein seltenes Geschenk in der heutigen Zeit). All dies erlaubt es, relativ wertfrei und mit hoher Sensibilität eine Beziehung aufzubauen bzw. zu vertiefen. Daraus resultiert eine wertschätzende und offene Kommunikation, die sachlich, nicht emotional gesteuert und damit auch prozess- und lösungsorientiert ist. Das Konzept der empathischen Führung greift die Ideen der situativen und transformationalen Führung auf und fügt ihnen eine Ergänzung hinzu, nämlich die Bedeutung von Resonanz durch einfühlsames Verhalten (Frey 2016: S. 61).

 

Empathie und Business

Trotz seines Potenzials wird ein empathischer Führungsstil noch mit Skepsis betrachtet. Dies findet zum einen seine Begründung in der Organisationsstruktur und den gewachsenen Kommunikationsformen, die keinen Platz für «neue» Führungsstile zulassen. In das Wort Empathie werden zum anderen oft falsche  Eigenschaften interpretiert, die zu wenig hart und zielgerichtet sind und insofern für gestandene Manager (vorwiegend Männer) nichts mit dem Business zu tun haben.

Empathie heisst nicht, dass man sein Inneres rausstülpen muss.

Empathische Führungskräfte haben aber «be-griffen », dass sie Fähigkeiten besitzen, sich in ihr Gegenüber einzudenken und einzufühlen, deren Denkweisen und Eigenarten wahrzunehmen, zu analysieren und interpretieren, um dann diese in die Unternehmensstruktur und für die Unternehmensziele einsetzen zu können. Diese Führungskräfte haben erkannt – und aus der Organisationspsychologischen Forschung ist bekannt, dass ein Führungsstil, der gleichermassen mitarbeitenden- wie aufgabenorientiert ist, bei dem Vorgesetzte persönlich auf ihre Angestellten eingehen und deren Potenziale optimal in das Tagesgeschäft integrieren, erfolgreicher ist. Dies lässt sich anhand von Mitarbeiterzufriedenheit, Fluktuation und im Unternehmensergebnis messen.

 

Angst vor Machtverlust

Führungskräfte fürchten, dass sie mit einem empathischen Führungsstil zu viele Informationen über ihre Person, ihr Wesen, ihr Denken weitergeben müssten und dabei ihre Macht verlieren könnten. Allerdings bedeutet empathisches Führen nicht, dass man von sich etwas zeigen muss, sondern dass man sich seiner bewusst ist, eine gute Eigenwahrnehmung hat und damit umzugehen weiss. Es heisst nicht, dass man sein Inneres rausstülpen muss, sondern, dass man sich auf den anderen einlässt. Grundlegende Methoden des Zuhörens sind diesbezüglich schon ein Schritt in die richtige Richtung. Führungskräfte fürchten zudem, empathische Mitarbeitende könnten ihre Fähigkeiten bei ihrer Chefin oder ihrem Chef einsetzen und die Kommunikation gestalten, steuern und somit auch ihre Interessen durchsetzen und den Vorgesetzten sogar überholen und diesen eventuell auch um seine Position bringen. Vorgesetzte, die von solchen Ängsten geplagt werden, blockieren Einfühlungsvermögen, gute Kommunikation und respektvollen Umgang, agieren nach dem Top-Down-Prinzip und verweigern einen konstruktiven Austausch. Dies ist bedauerlich, denn dadurch vergeben die Vorgesetzten viele Chancen.

 

Gewinn für die Arbeitswelt

Aus der Wirkung von Empathie ergeben sich neue Perspektiven für Unternehmen. Abgesehen davon, dass Empathie einen effizienteren und respektvolleren Umgang hervorbringt, bildet Empathie auch eine wesentliche Grundlage für verbessertes Konfliktmanagement. Erst durch gelungenes Einfühlungsvermögen kann man einen erfolgreichen Perspektivenwechsel vollziehen. Friedrich Glasl spricht von Unvereinbarkeiten im Wahrnehmen und im Denken bzw. Vorstellen und im Fühlen und im Wollen mit dem anderen Gesprächsteilnehmer (Glasl, 2013, S. 17). Diese können mit Empathie überbrückt werden. Weiter senkt situatives empathisches Führen die Mitarbeitendenfluktuation im Unternehmen, da sich diese einfach wertgeschätzter fühlen. Die angesprochene Effizienz kann sich auch als freiere Kreativität wiedergeben, da die Mitarbeitenden weniger Angst vor Fehlern haben, da sie nicht dauernd ein schlechtes Feedback befürchten müssen. Zusammenfassend ergibt sich durch mehr Empathie eine angenehmere Unternehmenskultur, die nach dem Gesetz der Resonanz funktioniert und für Mitarbeitende wie auch Führungskräfte förderlich ist.

 

Der Empathie im Unternehmen Raum geben

It takes two to tango. Unternehmen, die Empathie in ihren Werten verankert haben, müssen diese selbstverständlich auch von höchster Ebene vorleben und weitergeben. Weiter wäre es notwendig, dass alle beteiligten Personen gleichermassen wissen, worum es bei empathischer Führung und Kommunikation geht. Neben externen Trainings, die das Selbst- und Fremdbild der Führungskräfte und Mitarbeitenden stärken, bräuchte es vor allem keine Angst, der Empathie im Unternehmen einfach Raum zu geben und sie als wesentlichen Bestandteil eines modernen Unternehmens zu sehen. Empathie ist menschlich, ist schwierig, ist echt, ist warm, ist unendlich und ist von Vorteil.

 

Peter Staudinger im Verbandsjournal bso (Berufsverband für Coaching, Supervision und Organisationsberatung)  4-2017, Schweiz.

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Bewegtes Lernen

Ein kurzer und guter Beitrag zum Thema bewegtes Lernen.

Das Konzept Bewegtes Lernen hilft auch Erwachsenen. Ich arbeite mit diesem Konzept in den Bereichen empathische Führung, Konfliktmanagement, Beziehungsmanagement und Selbstbewusstsein. Durch Bewegung wird lernen erleichtert und verinnerlicht. Zudem hilft Bewegung den Perspektivenwechsel schneller und besser zu vollziehen. Durch koordinative Bewegungen wird der Erwachsene motiviert mit fast allen Sinnen zu arbeiten und diese in weiterer Folge bewusst einzusetzen.

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ORF-Beitrag

Lob vs. Anerkennung

Lob vs. Anerkennung. Aus der Hüfte geschossen würde man sagen, es sei mehr oder weniger das Gleiche. Allerdings gibt es einen wesentlichen Unterschied.

 

Anerkennung bedeutet, den anderen wahrzunehmen.

 

Lob erfolgt aus einer Position der Überlegenheit heraus.
Eltern loben Kinder, Chefs loben Mitarbeiter – nicht umgedreht

Anerkennung dagegen erfolgt auf Augenhöhe, von Mensch zu Mensch.

Lob sendet eine Du-Botschaft („Das hast du gut gemacht!“).
Anerkennung eine Ich-Botschaft („Ich bin beeindruckt, wie
gut du unser Anliegen trotz der kurzen Vorbereitungszeit
vertreten hast!“)

Lob ist ich-bezogen („Ich beurteile dich“), Anerkennung
dagegen du-orientiert („Was ich an dir bewundere …“).

Lob ist in der Regel pauschal („Klasse Leistung!“), Anerkennung
präziser, sie erläutert das Warum („Mich fasziniert,
wie geschickt du dich auf unterschiedliche Kunden
einstellen kannst!“)

Lob kann instrumentell eingesetzt werden, um Menschen
zu manipulieren („Für jemanden mit deiner Erfahrung
ist das doch ein Klacks!“), während Anerkennung immer
Ausdruck ehrlicher Wertschätzung ist („Ich schätze deine
Erfahrung im Umgang mit Kunden sehr. Das hat uns auch
dieses Mal zum Auftrag verholfen.“)

Quelle: managerseminare.de

Taekwondo als Führungskräftetraining

In diesem Artikel auf zeit.de wird alles gesagt was wichtig ist:

„Wenn man plötzlich merkt, wie stark man ist“ Führungskräfte brauchen Selbstkontrolle und Respekt. Warum Chefs Kampfkunst trainieren sollten und wie sie Frauen hilft, erklärt die Taekwondo-Meisterin Sunny Graff. VON Sabine Hockling | 30. November 2016 – 22:38 Uhr © Jorge Luis Alvarez Pupo/LatinContent/Getty Images Die Kunst des Kampfes hat viel mit der Kunst der Führung zu tun, sagt die Taekwondo-Meisterin Sunny Graff. ZEIT ONLINE: Frau Graff, was können Führungskräfte von Kampfkunst lernen? Sunny Graff: Respekt, Selbstkontrolle und Harmonie von Körper, Geist und Emotionen – und das wirkt nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf andere. Es geht gar nicht ums Gewinnen. Sondern es geht darum, mit Leichtigkeit ans Ziel zu kommen – und dabei im Einklang mit sich und anderen zu sein. ZEIT ONLINE: Was ist der Unterschied zwischen Kampfsport und Kampfkunst? Graff: Kampfkunst und Kampfsport haben unterschiedliche Ziele. Beim Kampfsport geht es darum, zu siegen. In der Kampfkunst wollen wir den Kampf stoppen. Dort haben wir keine Gegner, sondern kämpfen gewissermaßen mit uns selbst, also mit unserem Geist, unserem Körper und unserer Emotion. In der Kampfkunst dauert es, Fortschritte zu machen. Man lernt, geduldig zu sein – mit sich selbst, seinen Fortschritten und auch den Partnern. Daher sind Disziplin, Ausdauer und Entschlossenheit sehr wichtig. Ich trainiere überwiegend Frauen. Und wenn eine Teilnehmerin in meinen Gruppen zu schnell aufgibt, bringe ich immer das Beispiel von Babys, die laufen lernen: Die fallen hin, stehen wieder auf, fallen hin, stehen wieder auf – und zwar so lange, bis sie gehen können. Und wenn eine Frau in meinem Dojang sagt: „Ich kann das nicht“, hält die Gruppe inne und sagt gemeinsam zehnmal gemeinsam: „Ich kann das!“ Das hilft der Schülerin – denn die Energie der Gruppe geht in die Verwirklichung. Und dann schafft die Schülerin ihre Übung. CHEFSACHE: WIE GEHT GUTE FÜHRUNG? Wie gelingt gute Personalführung, was zeichnet einen fairen Chef aus, wie löst man Konflikte mit Mitarbeitern und was macht Führungskräfte erfolgreich? Jede Woche spricht die Journalistin und Unternehmerin Sabine Hockling in der Serie Chefsache mit Managementexperten über Führungsfragen. Alle Folgen gibt es hier. KARRIERE 2 ZEIT ONLINE: Sie sagen: Falsche oder schlechte Energie in gute umwandeln, ist richtig verstandene Kampfkunst. Was haben die Kunst des Kampfes und die Kunst der Führung gemeinsam? Graff: Wer führen will, muss sich selbst unter Kontrolle, sowie Respekt für sich selbst und andere haben. Er oder sie muss klar in seinen oder ihren Gedanken sein und die Fähigkeit besitzen, intuitiv handeln zu können. Schließlich treffen Führungskräfte für andere wichtige Entscheidungen und brauchen dafür einen klaren Kopf. Oft sind Führungskräfte aber mit ganz anderen Dingen beschäftigt, immerhin haben sie vielfältige Aufgaben. Dann muss die Entscheidung aus dem Bauch getroffen werden. Eine Leichtigkeit für diejenigen, die Kontakt zu ihrem Mittelpunkt haben und sowohl mit ihrem Körper als auch ihrem Geist im Einklang sind. SUNNY GRAFF Die deutsch-amerikanische Rechtsanwältin, Psychologin und Taekwondo-Großmeisterin Sunny Graff engagiert sich für Gewaltprävention sowie für Selbstverteidigungsund Selbstbehauptungskurse für Mädchen und Frauen. Sie schrieb das Buch Mit mir nicht! Selbstbehauptung und Selbstverteidigung im Alltag und gründete den Verein Frauen in Bewegung in Frankfurt am Main, in dem Frauen verschiedene Kampfkunstarten trainieren. Die Schule hat bundesweite Ableger. Daher beginnt und endet die Kampfkunst auch immer mit einer Meditation: Wer abschaltet, kommt auf die richtigen Gedanken. Und durch die Atmung und durch körperliche Techniken lehrt uns die Kampfkunst, uns zu zentrieren und Kontakt zu unserem Mittelpunkt aufzunehmen. Mich erstaunt es daher nicht, dass viele herausragende Führungskräfte regelmäßig meditieren. ZEIT ONLINE: Sie unterrichten vor allem Frauen. Was können sie von Kampfkunst lernen? Graff: Auch wenn die Gleichberechtigung schon viel erreicht hat, so gelten Frauen immer noch als das schwache Geschlecht. Sie sind es, die sexueller Gewalt ausgesetzt sind, die weniger Geld verdienen, die in Führungs- und Entscheidungspositionen unterrepräsentiert sind. Frauen können durch Kampfkunst Stärke lernen – und vermeintliche Grenzen zu überwinden. Und das fühlt sich fantastisch an. Die Kampfkunst lehrt Frauen, ihre Rechte einzufordern, indem sie Augenkontakt halten, über eine laute Stimme und starke Körperhaltung verfügen, Ziele formulieren und die eigenen Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen. ZEIT ONLINE: Wie funktioniert das, ganz praktisch? Graff: Wir beginnen beispielsweise die Stunde immer mit einer Bewegung, die zentriert und stark macht: Stabile Beinaufstellung, tief einatmen und dabei die Arme hochheben, beim Ausatmen die Arme sinken lassen. Machen wir uns groß, fühlen wir uns stärker KARRIERE 3 und sind es auch. Kreuzen wir hingegen die Arme und machen uns klein, steigt unser Stresshormon und wir signalisieren Machtlosigkeit. Viele typische Frauengesten sind darauf ausgerichtet, uns klein und hilflos zu machen. Generell führt der Sport dazu, dass der Körper aufgerichtet wird. Frauen, die eine gut trainierte Rücken- und Bauchmuskulatur haben, bewegen sich ganz anders. Sie sind aufgerichtet und eine aufrechte Haltung bringt automatisch mehr Selbstbewusstsein. Solche Frauen signalisieren (oder strahlen aus), dass sie keine Opfer und keine Objekte sind. Die Frauen lernen im Taekwondo zu schreien – denn jeder Kick wird mit einem sogenannten Kihab, dem traditionellen Kampfschrei – ausgeführt. Er schützt den Körper einerseits vor Verletzungen und andererseits ist er Ausdruck von Stärke und Energie. Viele Frauen, die zu mir kommen, müssen anfangs erst einmal lernen, zu schreien. ZEIT ONLINE: Sie haben in Europa Kampfkunst für Frauen salonfähig gemacht. Und in Ihren Kursen sind sehr viele Führungsfrauen. Warum kommen denn solche Frauen zu Ihnen? Was wollen sie noch lernen? Graff: Sie glauben gar nicht, wie viele auch Frauen in Führungspositionen Erfahrungen mit sexueller Belästigung und Alltagssexismus gemacht haben . Die Frauen erleben in der Arbeitswelt noch immer, dass ihnen zu wenig zugetraut wird, dass sie an die gläserne Decke stoßen, dass Männer ihnen die Welt erklären . Und besonders Frauen in Führungspositionen sind starker Kritik und Angriffen ausgesetzt. Und oft haben Frauen das Gefühl, dass sie etwas für sich tun wollen. Dass sie noch besser lernen wollen, sich durchzusetzen. Gleichzeitig wünschen sie sich den Austausch mit Gleichgesinnten. Das Training nur unter Frauen ist etwas Besonderes – Frauenräume haben seit jeher eine eigene Atmosphäre, die von den Frauen sehr geschätzt wird. Kurzum: Diesen Frauen geht es darum, ihren Körper und Geist in einer Gemeinschaft zu trainieren. Denn diese Energie, Zufriedenheit, mentale Stärke und Fokussierung macht Frauen stark und gibt ihnen Halt, Klarheit und Rückgrat. Und das schützt vor übergriffigen Situationen. ZEIT ONLINE: Sie wurden 1979 Weltmeisterin im Taekwondo. Zu einer Zeit, als der Sport noch vorwiegend von Männern dominiert wurde. Sie haben heute den 8. Dan im Taekwondo, den 5. Dan in Lapunti Arnis de Abanico, den 2. Dan in Shinson Hapkido und Sie beherrschen sowohl das koreanische als auch das chinesische Kung Fu. Aber eigentlich sind Sie Juristin. Warum war Ihnen der Sport wichtiger als der Beruf? Graff: Als ich eine Nothilfe für vergewaltigte Frauen gegründet habe, stellt ich schnell fest, dass wir viel früher anfangen müssen, um sexuelle Gewalt zu verhindern. Wir müssen die Gewalt gänzlich verhindern. So kam ich zur Kampfkunst. Damals gab es kaum Frauen im Taekwondo, in der Kampfkunst sowieso nicht – und sie waren vor allem auch nicht erwünscht. Als ich mit dem Training begann, gab es noch nicht einmal Umkleidekabinen für Frauen. Und trotzdem: Ich wollte Kampfkunst lernen, denn es überwogen für mich die Vorteile. Warum ich mich schließlich gegen die Laufbahn als Rechtsanwältin entschied und KARRIERE 4 meinem Leben der Kampfkunst widmete, ist letztlich einfach erklärt: Kampfkunst macht etwas Zauberhaftes mit uns, wenn wir plötzlich merken, wie stark wir sind.

COPYRIGHT: ZEIT ONLINE ADRESSE: http://www.zeit.de/karriere/2016-11/kampfkunst-fuehrung-karriere-frauen-vorteil

Bewegtes Konfliktmanagement

Mein neues Buch ist nun online bei Amazon.at erhältlich.

Konflikte sind notwendige und unabdingbare Stationen der Weiterentwicklung im beruflichen wie auch im privaten Leben der Menschen. Ein Zusammenleben ohne Konflikte gibt es nicht, auch wenn der eine oder andere meint, dass er allen Konflikten aus dem Weg würde. Konflikte entstehen aus einer Vielfalt von Ungereimtheiten, Missverständnissen, Problemen und Emotionen. Das vorliegende Buch präsentiert ein neuartiges Trainingskonzept des Konfliktmanagements für Unternehmen. Es basiert auf Elementen der Kampfkunst Taekwondo und der Psychomotorik. Ziel ist, dem Leser die oszillierende Verbindung zwischen dem aktiven sensorischen Lernen über den Körper und seiner sozialen Ausdrucksform mit den bisherigen Erkenntnissen der Konfliktforschung zu vermitteln, um so neue Wege der zwischenmenschlichen Konfliktlösung zu erarbeiten.

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Sporteln aus Frust ist gefährlich

Dieser Artikel auf #orf ist sehr interessant und zeigt, dass wir uns auch privat zu viel verkrampfen.
Frust kann man nicht im nachhinein durch reine sportliche Tätigkeit abbauen.Auch Extremes heißt nicht, dass man sich spürt und danach ausgeglichen ist.

Meiner Meinung nach muss man die Ursache erkennen und besonnen, mit erhöhter Aufmerksamkeit, eine Lösungsprozess erarbeiten. Davon ausgehen, dass andere das Problem lösen, ist mit noch mehr Frust verbunden.

Am Besten eignen sich Achtsamkeitsübungen und sportliche Aktivitäten die vordergründig Spaß machen, damit man dann Energie hat, um sich auf die Lösung zu konzentrieren.

#training #achtsmkeit #magazintraining #motivaiton #stressmanagement#psychomotorik #frust #aufmerksamkeit #lösungen #prozesse #derstandard#trainer

http://orf.at/stories/2361783/2361782/

Neues Trainingskonzept für Führungskräfte

Kritische, ungewisse oder komplexe Situationen prägen den beruflichen Alltag. Wie agiert man als Führungskraft richtig? Fordern oder fördern? Schalten oder walten? Führung beginnt mit der Fähigkeit sich seiner eigenen Kraft gewahr zu sein und mit den Kräften anderer konstruktiv umzugehen. Ein Schlagabtausch bei dem es um schnelles Wahrnehmen und dosiertes Handeln geht und trotzdem ein respektvoller Umgang praktiziert wird.

Dieses Training zeichnet sich durch Kampfsportelemente aus und lehrt den Teilnehmern gezielt Verantwortung für sich und sein Umfeld zu übernehmen. Dabei wird nach den Prinzipien des Taekwondo (Höflichkeit, Integrität, Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin und Unbezwingbarkeit) gearbeitet. Durch den direkten körperlichen Kontakt und den aktiven Bewegungsausführungen erlernen die Teilnehmer effizienter ihre Sinnes-Kräfte einzusetzen und respektvoll miteinander umzugehen.

 

Die wichtigsten Inhalte:

  • Situatives Führungsverhalten durch Beobachten und Vorgeben
  • Mitarbeiter- und Eigenmotivation durch Aktivität und Bewegung
  • Prioritätensetzung in der Führung durch ständigen Wechsel
  • Mitarbeiter- und Entwicklungsgespräche durch körperliche Herausforderungen
  • Gesprächsführung und Kommunikationsverbesserung durch Bewegungserörterungen
  • Psychologische Grundlagen und Verhaltensanalysen durch Sparring
  • Schärfung des Führungsverständnisses durch Taekwondo-Techniken
  • Führen ohne Weisungsbefugnis durch aktive Körpersprache
  • Umgang mit unterschiedlichen Mitarbeiterpersönlichkeiten durch raschen Partnertausch
  • Respekt und Wertschätzung durch „austeilen und einstecken“
  • Trennung von Sach- und Beziehungsebene durch das Medium Pratze

Unser Körpersinn spielt eine entscheidende Rolle in unserem Leben

Sehen, Hören, Riechen, Tasten, Schmecken – jeder kennt die 5 Sinne des Menschen. Der Körpersinn dagegen ist weitgehend unbekannt. Denn nur selten wird uns bewusst, mit welcher Macht er unser Leben regiert. Ohne den Körpersinn könnten wir weder geschmeidig gehen noch Fahrrad fahren, weder Sport treiben noch im Dunkeln hantieren oder gut kommunizieren. Mit ihm spüren wir, wie der Sessel, auf dem wir sitzen, geformt ist. Wir können schätzen, wie viel noch in einer Flasche ist, wenn wir sie anheben und etwas schwenken.

Dieser Sinn informiert uns über Masseverteilung, Schwerpunkt und Balance, darüber, welche Wirkung welche Kräfte auf Bewegungen haben. Mit seiner Hilfe können wir  Werkzeuge wie Messer und Gabel, Hammer oder Schere, sogar das Auto zu Körperteilen werden lassen.

Anders als beim Riechen oder Hören hat der Körpersinn kein spezifisches Organ. Wir nehmen den Körper und seine Haltung mit mehreren Teilsinnen wahr: Mit dem Tastgefühl und dem Gleichgewichtssinn, vor allem aber mit sogenannten Tiefensensoren in Muskeln, Sehnen und Gelenken. Diese winzigen Messstationen informieren unser Gehirn dauernd über Stellung, Spannkraft und Bewegung der Körperteile. In den Armen, im Rumpf und den Beinen dominieren sie den Körpersinn. Das Gefühl für die Hände – sie sind beim Menschen besonders hoch entwickelt – entsteht dagegen gleichermaßen aus Tiefen- und Tastsinn.

Eine wichtige Rolle für die Wahrnehmung des Körpers spielt zudem das Gedächtnis. Denn die Interpretationen von Tiefensinn und Tastgefühl müssen nach der Geburt erst erlernt werden. Wie fühlt es sich an, eine Tür zu öffnen? Viele Male muss ein Kind zugreifen. Doch wenn es genug Erfahrung gesammelt hat, sieht es einer Tür von weitem an, wie schwer- oder leichtgängig sie ist. Auch eine große Eisenkugel sieht aus der Entfernung schwer aus – weil wir mit Eisen schon früher einmal hantiert haben.

Der Körpersinn spielt nicht nur eine entscheidende Rolle für unsere Fähigkeit, die mechanischen Eigenschaften der Dinge im Wortsinn zu begreifen. Auch das abstrakte Denken könnte seine Wurzel in körpersinnlichen Erfahrungen und Bewegungsintelligenz haben, vermuteten der Biologe Konrad Lorenz und der Entwicklungspsychologe Jean Piaget. Ebenso könnten Gefühle auf Körperwahrnehmungen beruhen, glaubt der amerikanische Neuropsychologe Antonio Damasio. Und der Anthropologe Daniel Povinelli von der University of Louisiana behauptet sogar, das menschliche Selbst-Bewusstsein habe sich im Zuge der Evolution zuerst als Körper-Bewusstheit entwickelt, das den Menschenaffen bis dahin unmögliche Kletterkünste erlaubte.

Guter Artikel zum Thema Motivation

Wenn Führungskräfte nicht motivieren können, dann taugen sie nichts. Stimmt das? Man kann man ein Pferd zum Wasser bringen, aber zum Trinken zwingen kann man es nicht. Altes Sprichwort. Und genauso verhält es sich auch mit der Motivation. Das angenehmste Arbeitsklima, die attraktivste Entlohnung, Sozialleistungen vom Feinsten, trifft all das auf persönliche Bockigkeit, auf die schlichte Unlust, sich dem entsprechend zu engagieren, läuft auch die subtilste Führungskunst ins Leere. Wo kein Wille ist, ist auch kein Weg. Das ist eine fatale Erfahrung. Das Empfinden, sich in wirkungslosem Bemühen zum Kasper zu machen, schlägt aufs Gemüt, zieht nieder. Frustration in Führungspositionen hat viel mit dem Erkennen der Begrenztheit der eigenen Wirkungsmacht zu tun. Und noch mehr mit der Weigerung „von oben“, diese Begrenztheit als gegebene Realität anzuerkennen. Die meist im Tonfall herablassenden Besserwissens fallende Anregung „Na, dann müssen Sie sich eben etwas mehr bemühen! Wie wär’s denn mal mit einem Motivationsseminar oder einem Outdoor-Training mit Ihrer Mannschaft?“ wirkt denn auch wie ein Volltreffer. – derstandard.at/2000030906489/Muessen-Fuehrungskraefte-motivieren-koennen

QUELLE: http://derstandard.at/2000030906489/Muessen-Fuehrungskraefte-motivieren-koennen